An einem Festwochenende mit einem Tag der offenen Tür hat die EFG Wernigerode im August ihr 80- jähriges Bestehen gefeiert.
Mit einem Festakt mit zahlreichen Grußworten vom Oberbürgermeister der Stadt, Vertretern vom Landesverband und der örtlichen Ökumene begann der Samstag.
Pastor i.R. Dr. Stefan Stiegler, der selbst in den 70iger Jahren in dieser Gemeinde ein Gemeindepraktikum machte, betonte in seinem geistlichen Wort zu Psalm 1, wie gut es ist, wenn eine Gemeinde ihre Wurzeln zum frischen Wasser ausstreckt. Sie bleibt frisch und jung. Unser Gemeindezentrum Arche liegt idyllisch an zwei Bächen, die aus den Harzer Wäldern kommen.
Nach einem deftigen Essen gab es den zweiten Höhepunkt des Tages, einen Vortrag zur Industriegeschichte des Stadtteils und speziell zum Grundstück des Gemeindezentrums, das sich in zwei Fabrikgebäuden eines ehemaligen Firmengeländes der Holzindustrie befindet.
Die Gemeinde entstand, nachdem ein seit den dreißiger Jahren bestehender Hauskreis durch viele Flüchtlinge aus dem Osten 1945 plötzlich auf über 200 Mitglieder anwuchs. Viele zogen dann in die westlichen Teile Deutschlands weiter, so dass bis zur Wende die Gemeinde etwa 100 Mitglieder hatte. In den letzten zwei Jahrzehnten wuchs sie, so dass wir heute 140 Mitglieder haben.
Besondere Arbeitsgebiete sind eine Arbeit der Royal Rangers und ein Arche Café, das auch von zahlreichen Migranten besucht wird. Außerdem betreibt der Arche Diakonieverein ein Freizeithaus, das zu DDR- Zeiten ein Kinderferienlager war und zum Betriebsgelände gehörte. Es ist ein Selbstversorgerhaus mit 40 Betten, das sehr gut ausgelastet ist.
Mit einem Familiengottesdienst und gemeinsamem Mittagessen am Sonntag klang das Fest aus.
Text: Gisela Felchow
Foto: Marc Schneider
