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3-Tischler-_Feldhusen-Kochanek.jpgJürgen Tischler, Ilona und Frank Feldhusen, Sonja Kochanek (v.l.n.r.)Ökumenischer Honig und katholische Bienen: in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) wurde am 28. August Frank Feldhusen nach langer Vakanz als neuer Pastor eingeführt.

Die Gemeinde Walsrode feierte im Rahmen eines Festgottesdienstes am Sonntagnachmittag die Einführung ihres neuen Pastors, nachdem die Gemeinde ungefähr 8 Jahre lang ohne Pastor auskommen musste. Die Evangelische Kirchengemeinde Walsrode stellte dafür freundlicherweise ihr Gemeindehaus mit dem großen Gemeindesaal zur Verfügung. Pastor Jürgen Tischler vom Landesverband NOSA des Bundes der Baptisten, der die Predigt hielt,

wünschte dem neuen Pastor und der Gemeinde, dass sie als Christen in der Stadt Walsrode gemeinsam etwas bewegen können, indem sie die Liebe und Barmherzigkeit Gottes weitergeben. Die Vorrausetzung dafür sei, dass man sich selbst von Gott verändern lasse, an seiner Persönlichkeit arbeite und den Menschen zugewandt sei, auch wenn dies manchmal bedeute, Opfer zu bringen. Jesus selbst habe dies, so Tischler, vorgelebt, indem er sich um alle Menschen kümmerte – er beschäftigte sich mit den Kindern, er heilte Kranke, er nahm sich Zeit für die Menschen und ihre Nöte. 


Der neue Pastor Frank Feldhusen, der an der Universität Hamburg Theologie studiert hat und zuletzt Pastor von zwei Gemeinden im Mecklenburgischen Gemeinschaftsverband war, betonte in einer kurzen Ansprache, dass es für ihn ein großes Bedürfnis sei, die beste Botschaft der Welt weiterzugeben und die Liebe Jesu mit den Menschen zu teilen. Gemeinde bedeute für ihn, Beziehungen zu leben, fruchtbare und wertschätzende Beziehungen auch zu den anderen christlichen Kirchen zu pflegen und sich auch um gute Kontakte zur Stadt Walsrode, zu den Politikern, Vereinen und Verbänden zu bemühen, denn „Christen suchen immer auch das Wohl der Stadt und der Gesellschaft, in der sie leben.“ So werde die Baptistengemeinde sich zum Beispiel auch mit der Eventkirche des Landesverbandes gemeinsam mit der katholischen und evangelischen Kirche am nächsten Wochenende auf dem Stadtfest einbringen.
Dass die Baptistengemeinde sich mit den Christen anderer Kirchen in Walsrode und Umgebung verbunden weiß, zeigte sich an der Vielfalt der Gäste. Superintendent Fricke von der Evangelischen Kirche betonte in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Kirchen in Walsrode. Als Vertreter der Stadt hob Erster Stadtrat Andre Reutzel die gemeinsamen Werte der säkularen Gesellschaft und der christlichen Kirchen hervor und lobte das vielfältige ehrenamtliche Engagement der unterschiedlichen christlichen Gruppen Walsrodes. 
Pastor Mauerhof von der katholischen Kirche überbrachte Grüße seiner Kirchengemeinde und betonte bei allen konfessionellen Unterschieden der verschiedenen Kirchengemeinden die gemeinsame Basis, nämlich das Wort Gottes, die Bibel, und löste mit seinem humorvoll überreichten Geschenk allgemeine Heiterkeit aus: Neben einem katholischen Gesangbuch bekam Frank Feldhusen von ihm „ökumenischen Honig“ – von „katholischen Bienen, die ihren Honig aber durchaus auch in evangelischen Gärten sammeln.“ 
Pastor Piorunek von der evangelischen Kirche Düshorn erinnerte an die gute Zusammenarbeit mit der Baptistengemeinde im Rahmen der Evangelischen Allianz, und Jutta Coors von der Walsroder Gemeinde Neues Leben überbrachte ebenfalls Grüße und Glückwünsche ihrer Gemeinde.
Den Abschluss bildeten die Grußworte der Gemeinde­leiterinnen der ehemaligen Gemeinden Feldhusens in Ludwigslust und dem benachbarten Lübtheen, die beide einhellig den Weggang ihres Pastors und seiner Frau Ilona bedauerten und ihm herzlich alles Gute für seine neue Arbeit wünschten.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von einem Musikteam vom GRZ Krelingen. Sie sangen mit der Gemeinde ein Lied des christlichen Liedermachers Manfred Siebald von 1976, das angesichts der gegenwärtigen weltpolitischen Verwerfungen nichts an Aktualität verloren hat: „Lernen wir doch endlich aus den Fehlern der Vergangenheit, fing nicht ohne Gott die Flut von Leid und Kriegen an, floss nicht schon genügend Blut, ist es nicht wirklich an der Zeit, Gott zu suchen, der allein uns Menschen ändern kann?“ Die Gemeinde Walsrode hat aktuell 66 Mitglieder.

Bericht Gemeinde, Fotos: Gemeinde.

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